Drogenmissbrauch
Sucht bzw. Abhängigkeit bezeichnet das unbezwingbare Verlangen nach bestimmten Substanzen oder Verhaltensweisen.
Es gibt stoffgebundene Süchte (Alkohol, Nikotin, Medikamente, ...) und stoffungebundene Süchte (Glücksspiel, Kaufen, Videospiele, ...).
Verschiedene Süchte und Abhängigkeiten gelten als Krankheit.

Die Plattform Jugend-will-sich-erleben stellte für das Berufsschuljahr 2019/202 das Thema Sucht in den Mittelpunkt.
Frei sein – Leben ohne Sucht Zentrale Fragen wurden in kurzen Animationsfilmen beleuchtet:
- Wie lebe ich mein Leben?
- Ist Gaming eine neue Krankheit?
- Wie funktioniert Sucht?
- Wie wenig ist zu viel?
Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass etwa ein Viertel aller Arbeitsunfälle unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Suchtmitteln passieren.
Alkohol
Alkohol ist in unserer Gesellschaft nicht wegzudenken. Kein Anlass, wo nicht ein Glas Sekt oder Bier angeboten wird.
Regelmäßiger Alkoholkonsum kann schwer krank und abhängig machen. Das Risiko negativer Auswirkungen ist für Dich als junger Mensch deutlich höher als für Erwachsene, weil sich Deine Organe und vor allem Dein Gehirn noch entwickeln. Das Risiko ist außerdem für Mädels höher als für Jungs.
Bewusst mit Alkohol umgehen: www.kenn-dein-limit.info

Wusstest Du? Wer regelmäßig alkoholisiert oder von anderen Substanzen berauscht bei der Arbeit erscheint, riskiert die Kündigung.
Warum das denn?
Unter Drogen kann man seine Arbeit nicht vernünftig ausführen. Und man stellt eine Gefahr für sich und andere dar!
Also kein Sauftrag…
Hat bei einem Unfall der Alkohol einen wesentlichen Einfluss, dann ist das nicht über die Unfallversicherung abgedeckt. Das kann teuer werden.
Das wär ein echter Dummfall!
Rauchen - Dampfen
Rauchen kann tödlich sein.
90 % aller Todesfälle durch Lungenkrebs sind auf das Rauchen zurückzuführen. Das heißt, alle acht Sekunden stirbt auf der Welt ein Mensch als Folge des Rauchens. In Deutschland sind das jeden Tag mehr als 300 Menschen (Quelle: BZgA).
Zum Glück liegt Nichtrauchen bei Jugendlichen im Trend. 94 % der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren sind Nichtraucher/innen.
Wer täglich 1 bis 4 Zigaretten raucht, könnte sich nach einem Jahr einen E-Scooter für rund 400 Euro leisten – statt zu rauchen. 20 Zigaretten täglich kosten im Jahr 1950 Euro (Quelle BZgA).

Aber E-Zigaretten sind doch unschädlich, oder?
E-Zigaretten und Liquids haben stylische Namen und werden als Trendprodukte vermarktet. Aber sie enthalten auch Nikotin (ein Nervengift) und metallhaltige Schwebstoffe, die Herz und Lunge schädigen können.
Aber wenigstens Wasserpfeifen sind doch harmloser als Zigaretten, oder?
Tabakrauch bleibt ein Giftgemisch – auch wenn er aus einer Wasserpfeife kommt. Durch das üblicherweise lange Rauchen einer Wasserpfeife nimmt der Körper sogar deutlich mehr Nikotin auf als durch das Rauchen einer Zigarette.
Also auch red flag.
Internet - Gaming - Social Media
Elf Prozent der 12- bis 17-Jährigen haben bereits mehrfach erfolglose Versuche unternommen, die eigene Internetnutzung in den Griff zu bekommen.
Bei sieben Prozent gefährdete die Onlinewelt wichtige Beziehungen oder Bildungschancen.

Wann ist denn Social-Media-Konsum eine Sucht?
Es besteht ein sehr starker Wunsch oder eine Art innerer Zwang, der jeweiligen Aktivität im Internet (Chatten, Spielen, Surfen) nachzugehen. Die Person erlebt einen Kontrollverlust, weil sie die Dauer und das Ende nur noch schlecht oder gar nicht mehr steuern kann. Das nennt man Craving und dann ist es Sucht.
Und woran merkt man, dass man süchtig ist?
Bei Verzicht auf Chatten, Spielen, Surfen treten Entzugserscheinungen wie innere Unruhe, Gereiztheit, Aggressivität oder andere negative Gefühle auf.
Hmm. Das beobachte ich mal.
Ohne Alkohol, Tabak und Co. – Das kannst Du tun!
- Das angebotene Glas Bier/Sekt oder anderen Alkohol genauso selbstbewusst ablehnen wie die Zigarette.
- Alkohol ist kein Durstlöscher. Lieber ein Glas Wasser trinken.
- Dein Ausbilder hat Dir gegenüber eine Fürsorgepflicht: es ist immer möglich, Deinen Ausbilder anzusprechen und um Hilfe zu bitten.
- Mach Deinen Ausbilder aufmerksam, wenn Du bei Arbeitskollegen den Konsum berauschender Substanzen vermutest. Damit es nicht zu Unfällen (mit Unbeteiligten) kommt.